Zwei Unfälle, eine Insolvenz — und warum ich nichts davon streichen würde
Ich will Scheitern nicht schönreden. Eine Insolvenz fühlt sich nicht wie eine „wertvolle Lernerfahrung" an, während sie passiert — sie fühlt sich wie Versagen an, öffentlich und mit Namen. Zwei Unfälle, ein gebrochener Wirbel, eine Firma, die vor die Wand fährt. Es gab Phasen, in denen ich ganz unten war. Und trotzdem: Ich würde keine davon streichen.
Unten wird ehrlich
Das Merkwürdige ist: In meinen tiefsten Phasen war ich oft am ehrlichsten zu mir. Wenn alles Äußere wegbricht — der Titel, das Konto, das Bild, das andere von dir haben — bleibt nur die Frage übrig, wer du eigentlich bist, wenn niemand zusieht. Das ist kein schönes Gefühl. Aber es ist ein klares.
Ganz unten war ich nicht am schwächsten. Ich war am ehrlichsten.
Rückschläge sind keine Umwege — sie sind der Weg
Wir tun so, als gäbe es die gerade Linie: Plan, Umsetzung, Erfolg. Die gibt es nicht. Jeder, den du bewunderst, hat eine Reihe von Einbrüchen hinter sich, über die er selten spricht. Das Problem ist nicht, dass du fällst. Das Problem ist, dass du dir einredest, du seist der Einzige, dem das passiert. Bist du nicht.
Was du aus dem Tief mitnimmst
In den Folgen über Rückschläge geht es nicht um Durchhalteparolen, sondern um das, was übrig bleibt, wenn man wieder aufsteht. Die Aufgabe im Arbeitsbuch: Nimm deinen größten Rückschlag und schreib auf, was er dir gegeben hat, das du sonst nie bekommen hättest. Nicht als Kitsch. Als Bestandsaufnahme.
Jetzt du: Hör dir die Folge an und geh im Arbeitsbuch ehrlich an deine eigene Geschichte. Du musst sie niemandem zeigen. Nur dir.

DIE AUFGABE ZU DIESEM ARTIKEL
Vom Lesen ins Schreiben.
Im Arbeitsbuch stehen 26 Aufgaben zu den 27 Folgen. Alle zwei Wochen rund 30 Minuten — 10–15 Minuten hören, 15 Minuten schreiben. Dieser Artikel bleibt Gedanke, bis du ihn aufschreibst.
ARBEITSBUCH SICHERN — €49,99
